Studie: Viele Jugendliche werden durch Weisheitszahn-Operationen drogensüchtig

Eine neue Studie aus den USA hat herausgefunden, dass viele Jugendliche nach einer Weisheitszahn-Operation drogensüchtig werden, genauer gesagt: opioidabhängig. Ganze 6 Prozent sogar! Der Grund liegt in der völlig übertriebenen Verordnung des stark süchtigmachenden, opioiden Schmerzmittels Oxycodon. Wohl auf Druck respektive profitgetrieben durch die Pharmaindustrie verschreiben US-Ärzte leichtfertig dieses starke Schmerzmittel nach einer Weisheitszahn-Operation gerne mal absurde 30 Tage! Hierzulande bekommt man in der Regel völlig ausreichend ein paar Ibuprofen und nach wenigen Tagen hat sich die Sache dann  auch erledigt. Nicht so im Land der Opioid-Epidemie.

banner zum gras kaufen weed bestellen cannabis shop in form von 3gWenn Jugendliche in einem solch sensiblen Alter erstmalig mit der opioid-typischen, äußerst angenehmen (und dadurch so gefährlichen) Wirkung von Oxycodon konfrontiert werden, wollen sie diesen Zustand öfters erleben. Und nach 30 Tagen täglicher Einnahme ist man meist ohnehin mindestens körperlich abhängig geworden. Völlig unverantwortlich von den US-Zahnärzten!

Hier der Originalartikel aus dem Merkur:

Folgenschwere Operation Drogenabhängig durch Weisheitszahn-OP – dieser verstörende Grund steckt dahinter

Meistens passiert es im Jugendalter: Die Weisheitszähne brechen durch und müssen entfernt werden. Auf was Sie dabei unbedingt achten sollten, um Schlimmeres zu verhindern.

Die meisten von uns haben es bereits hinter sich: Die Weisheitszahn-Operation. Bei manchen müssen alle vier, bei manchen nur die unteren, bei wieder anderen nur die oberen Weisheitszähne entfernt werden. An sich eine Routine-Operation, haben amerikanische Ärzte jetzt Erschreckendes herausgefunden.

Schmerzmittel nach Weisheitszahn-OP machen erschreckend viele Menschen abhängig

Eine Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass ganze sechs Prozent aller Operierten von starken Schmerzmitteln abhängig werden. Was klingt wie aus einem schlechten Film, hat einen plausiblen Grund. Raeford Brown von der University of Kentucky erklärt ihn so: "Eine der ersten Situationen, in denen Menschen mit Opioiden (Mittel zur Schmerzlinderung) in Kontakt kommen, ist ihre Weisheitszahn-OP. Patienten bekommen meisten eine 30-tägige Verschreibung von Oxycodon, und wenn du das erstmal 30 Tage lang nimmst, ist das Risiko, dass du es länger nimmst, extrem hoch."

Paracetamol oder Ibuprofen als ausreichend starke Schmerzmittel bevorzugen

Und das ist längst kein amerikanisches Problem mehr. Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte neue Zahlen zum Pro-Kopf-Konsum von Opioiden. Demnach liegt Deutschland schon auf einer Höhe mit den USA.

Dabei ist eine Schmerzmittelabhängigkeit durch diese eher kleinen Operationen leicht zu vermeiden. Alan Schoeder, Autor der Studie, rät zu weniger starken Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen. Diese würden ausreichen, um den Schmerz nach der OP zu lindern.

Auch nach kleinen Operationen verschreiben viele Ärzte Opioide

Vielleicht könnte sogar Angst um ihren Ruf ein Grund dafür sein, warum Ärzte das anders handhaben: Christoph Stein von der Charité in Berlin sagte dem News-Portal Welt, dass behandelnde Ärzte ihre Patienten mittlerweile sogar nach kleineren Operationen mit großen Packungen Opioiden nach Hause schicken, weil die Mediziner sicher gehen wollen, dass die Patienten zufrieden sind und nicht wegen Schmerzen wiederkehren – eine anscheinend suchtfördernde Nachsorgemaßnahme.

Steht eine Weisheitszahn-OP an, sollte man deshalb eingehend mit dem behandelnden Arzt durchsprechen, welche Nachsorge geeignet ist.



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