Mein Weg zum eigenen Holland-Weed: Ein Erfahrungsbericht zum Cannabis Indoor-Growing

Vom Kiffer zum Grower – der Weg zum eigenen Gras (ein Erfahrungsbericht)

indoor grow sog cooltubeFolgend ist eine authentische Geschichte vom Werden eines Weed-Growers niedergeschrieben als wertvoller Erfahrungsbericht. Es behandelt den Werdegang hin vom bloßen, kiffenden Endverbraucher hin zum eigenen Gras – der Cannabisanbau mit gutem Ertrag als Traum eines jeden Kiffers? Nach 3 Jahren Growerfahrung ist er am Ziel des „perfekten Grows“ angelangt. Von schlechtem Outdoor-Growing mit versamtem Weed hin zu feinstem Indoor-Gras, wie man es nur aus dem holländischen Coffeeshop kennt – diese Entwicklung mit samt seinen Fehlschlägen und Lektionen zeigt dieser Erfahrungsbericht auf.

Doch es werden auch die Schattenseiten des Hanfanbaus mit vielen seinen Tücken und Gefahren geschildert. Nicht nur also für Neulinge empfehlenswert! Er wird dabei illustriert von vielen Bildern, um vor allem Einsteigern zu veranschaulichen, in welchem Stadium die Pflanzen beim Grow wie aussehen und generell wie eine erfolgreiche Indoor-Growbox auszusehen hat.

Darüber hinaus haben wir im Artikel “Hanfsamen kaufen und online bestellen” die zur Zeit besten Sorten für den Hanfanbau hinsichtlich Wirkung, Ertrag und Anfängertauglichkeit für euch zusammengestellt:

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Mein Weg zum Holland Weed – eine Chronik

Grundsätzlich gibt es zwei Wege gutes Weed anzubauen.

1. Man growt einfach mal drauf los (mein Weg) und macht jede Menge Fehler, die dazu führen, daß man nach vielen fehlgeschlagenen Experimenten doch irgendwann am Ziel ankommt.

2. Man versucht sich im Vorfeld ein möglichst umfangreiches Wissen anzueignen und von den Fehlern anderer zu lernen, um eigene zu vermeiden. Natürlich werden einem auch dabei immer wieder Fehler unterlaufen, doch wird man wesentlich schneller ans Ziel kommen. Genau das ist der Grund warum ich diesen Artikel verfasst habe.

Ich möchte nicht sämtliche Details beschreiben, dafür gibt es schon genug sehr gute Texte im Netz, auf die ich gerne verweise. Sondern vielmehr einen Überblick verschaffen und es euch ermöglichen aus meinen Fehlern zu lernen.

Wie alles begann:

Nachdem sich, zwei notorisch abgebrannte Studenten, einen Herbst lang als Erntehelfer in Nepal abrackerten, beschlossen wir: Das können wir auch.

Und so nahmen wir die erste Stufe auf unserem naiven Weg zum Holland Weed: Der Outdoor-Grow. Kaum zu Hause angekommen besorgte man also ein paar Hanfsamen. Da aber zu dieser Zeit Begriffe wie Gattung und Genetik Fremdwörter waren, nahm also das erst beste aus dem Coffeshop und da White Widow ja ein gutes Gras sei, fiel die Wahl also auf das selbe. Von den zehn im Frühjahr sorglos in den Kompost gesteckten Samen wüchsen im Laufe des Sommers wie durch ein Wunder, drei sogar zu recht achtbaren Büschen heran.

Nun kam es aber, ihr werdet es ahnen, wie es kommen mußte. Zwei der Hanfpflanzen waren weiblich einer männlich, was wir jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht wussten. Und so erntete man man im Herbst, etwas mittelmäßiges Weed, aber vor allem jede Menge Samen, die zu unserer Freude im nächsten Jahr für weitere Outdoor Experimente eingesetzt wurden. Rückblickend lässt sich sagen, dass Geschmack und Qualität des von uns geernteten White Whiddows, welches für unsere Breitengrade im Outdoor Bereich wohl eher ungeeignet scheint, Galaxien weit entfernt von unseren Vorstellungen lag.

Dbanner zum gras kaufen weed bestellen cannabis shop in form von 3gas Zeug schmeckte schlecht und knallte kaum. Es diente eher als schlechter Gras Ersatz und Weed Alternative. Zudem mussten wir uns immer wieder mit schimmelnden Buds im verregneten deutschen Herbst herum schlagen. Dies und die Tatsache, der langsam neugierig werdenden Nachbarn, veranlasste uns letztendlich alles neu zu Überdenken.

Schnell war im Netz ein zwei Seitige Anleitung “Hanf Indoor” gefunden und man growte mit einer 300 Watt Quartzdampflampe, im mit Alufolie geschmückten Kleiderschrank, ohne Belüftung, drauf los. Durchführung und Ergebnisse dieser frühen Indoorphase waren jedoch derart dilettantisch, das ich hier nicht näher darauf eingehen möchte. Sechs enttäuschende Monate später vollzog sich dann der erste Durchbruch. Wir entdeckten Hanfforen wie die Hanfburg und stiegen somit nach gründlicher Lektüre sämtlicher Guides tatsächlich eine Stufe auf der Evolutionsleiter zum Holland-Weed empor. Das nun vorhandene Wissen gepaart mit dem schon lange vorhandenen Tatendrang, führte also zu ersten Erfolgen die immer wieder von kleineren Rückschlägen begleitet wurden.

Die erste Indoor-Growbox

Die erste “Grow-Box” hatte 0,5 qm, eine 400 Watt Natrium-Dampf-Lampe (Ndl), Aktivkohlefilter (AKF) und war per LTI belüftet. Die grundlegenden Basics waren also erfüllt und so träumte man schonmal vom feinsten Weed das man in drei Monaten ernten würde. Gegrowt wurde diesmal Nirvanas “Four Way”. Ja, heute kann ich auch darüber lachen. Four Way Cannabissamen ist eine Mischung aus vier verschiedenst Indica-Sativa lastigen Kreuzungen, die direkt als Samen unter die Ndl gestellt wurden. Das Keimen der Hanfsamen haben wir nach der gängigen Methode vorgenommen: einfach in feuchte zellulose Tücher gelegt ein paar Tage. Siehe auch den nachfolgenden Artikel für eine genaue Bilder-Anleitung zum Hanfsamen keimen:

Hanfsamen keimen – die besten Methoden mit Bildern und Anleitung

Nach den üblichen anfänglichen Spargelproblemen, wuchs das Kraut absolut inhomogen. So waren wir gezwungen die teilweise doppelt so grossen, eher Sativa lastigen Pflanzen herunterzubinden, um sie vorm verbrennen zu bewahren. So war unser erster Indoorgrow auf grund der Deckenhöhe von 1,50m zwangsweise ein SCROG. Qualitativ war die Ernte schon halbwegs rauchbar aber Quantitativ immernoch sehr enttäuschend. Da hatte man etwas von 1Gramm/Watt gelesen und wir brachten es nicht mal auf ein Viertel.

Also begann die Fehlersuche: Temperatur, Beleuchtung und Belüftung waren OK, woran hatte es gelegen ? Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen daß wir, wie eingangs erwähnt immer knapp bei Kasse waren. Für die gesamte Box setzten wir uns mit allem drum und dran ein Limit von 300 €. Nun wird so mancher vielleicht sagen das sei doch eine Menge Geld, aber die von euch die schon ein solches System aufgebaut haben werden wissen wie knapp das ist. Wir hatten also furchtbar wichtige und teure Geräte gekauft, um dann an der Genetik zu Sparen. 15 € für Nirvanas Seeds schienen mehr als genug (damals gab es auch noch keine Autoflowering Hanfsamen zu kaufen). Jah sei Dank bemerkte das ein Bekannter, und schenkte uns einen winzigen “Black Domina” Stecki von Sensi Seeds.

Schnell wurden uns die Vorteile der Stecklingszucht klar: Gute vorselektierte Genetik, garantiert weiblich, man braucht keine neuen Seeds, die möglichkeiten eines rotierenden Systems usw. Also wurde der Stecki zur Mutter harangezogen und tatsächlich kauften wir nie wieder Seeds. “Haben die jetzt ewig das selbe angebaut ?” werdet ihr euch vielleicht fragen. Nein, natürlich nicht. Schließlich gibt es ja Samen-und Stecki-Tauschbörsen die ich jedem mit wenig Geld auf der Suche nach geeigneter Genetik empfehlen möchte. Allerdings sei hier erwähnt das man natürlich auch etwas anzubieten haben muss.

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Kaum war die erste Generation der Steckies herangezogen, mußten wir Bekanntschaft mit Spinnmilben schließen. Bis dahin war meine Meinung zu Schädlingen ungefähr wie folgt: Schädlinge ? Ach, was interessiert mich das. Erstens hab ich noch nie welche gehabt und zweitens grow ich doch indoor. Großer Fehler. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis jeder der etwas öfter anbaut mit solchen Biestern in Kontakt kommt. Als ich erkannte das unser Bestand von Spinnmilben befallen war, halfen natürlicher Feinde schon nicht mehr. Prävention heißt hier das Zauberwort. Regelmäßige gründliche optische Kontrolle der Pflanzen, in Verbindung mit gelegentlichen Neem-Öl Duschen helfen da enorm.

Denn um so früher ein Schädlingsbefall erkannt wird desto besser. Zusätzlich hatte ich immer eine Neudorrf-Schädlings-Karte,die im voraus bezahlt wird, auf Lager. Bei akutem Befall brauch diese nur abgeschickt werden und man bekommt meist über Nacht, die gewünschten Nützlinge. In meinem Fall waren das meist , Phytoseiulus persimilis – die gemeine Raubmilbe, welche die Larven der Spinnmilben fressen und danach mangels Nahrung sterben. Unser Bestand war bereits derart stark befallen, daß er schließlich nur noch durch den Einsatz harter Chemie gerettet werden konnte.

Gerade als sich nun alles recht positiv zu entwickeln schien, geriet ich dann in folgende Situation die der ein oder andere von euch mit Sicherheit kennt. Ich bin also in meinem Lieblingsclub bei einem richtig netten Konzert und habe guten Pegel, als ein süßes Mädel mit großen Augen auf mich zu spaziert kommt. Ich kenne Sie nicht und freue mich schon ihre Bekanntschaft zu machen, als sie sagt:”Hey bist du nicht dieser total krasse Grower” – Schock- -Panik- Hat sie das wirklich gesagt oder bin ich nur zu betrunken ? Sofort versuche ich natürlich alles abzustreiten. Zu spät. Sie sieht die Lüge in meinen Augen und weiß das es stimmt. Woher verdammt ?

Was nun folgt, war Notwendig und möchte ich JEDEM raten, der in eine derartige Situation gerät. Abbruch! Und zwar komplett. Das ganze System wurde abgebaut, die Pflanzen weg geschafft. Ja, das tat weh. Wie konnte das passieren ? Hatte ich doch nur zwei meiner besten Freunden davon erzählt. Doch macht es keinen Sinn ihnen Vorwürfe zu machen. Denn wenn du es selbst nicht schaffst den Mund zu halten, kannst du das wohl kaum von jemand anders verlangen. Also wurde allgemein verbreitet, dass es vorbei sei und nach ein paar Monaten der Beruhigung andernorts neu angefangen. Im Endeffekt stellte sich dies als unser größter Glücksfall heraus denn es gab uns die Gelegenheit alles komplett neu zu überdenken und zu gestalten.

Im Folgenden gelang es uns ein Indoor-Growing-System aufzubauen, das sehr gut funktionierte und uns letztendlich auch zu unserem Ziel – dem Holland Weed – brachte. Auf dieses Grow-System möchte ich nun etwas detaillierter eingehen. Bitte versteht es nicht als die Box schlechthin, Maße und Größe sind an unserer Bedürfnisse angepasst und können abgeändert werden. Es soll vielmehr eine Idee für ein Modell sein das ich einem Anfänger mit wenig finanziellen Mitteln empfehlen möchte.

Das SoG 2-Kammer System

Als erstes möchte ich hier auf sehr hilfreiche Beiträge zum Thema “Growbox bauen” verweisen. Diese findet man im Netz zuhauf, wird es hier im Zauberpilzblog aber eventuell auch noch geben.

Da wir nun voll und ganz auf die Sea of Green Methode umstiegen, war klar das wir 2 Kammern, eine für Mutter und Steckies und einen Blühraum benöttigten. Was SoG ist möchte ich hier nur ganz kurz umreißen, da es in einer Menge Artikeln bereits ausführlich und gut beschrieben wird. Sog: Stecklinge werden bei 16 Stunden licht ca. 2 Wochen auf eine bestimmte Größe herangezogen. Dann werden i.d.R. 36 Pflänzchen auf einen qm in die Blühkammer bei 12 Stunden Licht verfrachtet. Dort reifen sie in weiteren 2 Monaten zu ca. 60 -80 cm grossen Pflanzen mit nur einem großen Mainbud heran. Bei SoG versucht man so viele Pflanzen wie möglich auf engem Raum zu halten, um den Ertrag zu maximieren. Bei Scrog (screen of green) versucht man, mittels Netz die Pflanzen so dicht wie möglich im vorhandenen Raum anzuordnen, sodass auch hier der Ertrag optimiert wird. Scrog kostet allerdings mehr Zeit, weshalb kommerzielle Grower immer SoG betreiben.

Der Unterschied zwischen SoG und ScroG
Der Unterschied zwischen SoG und ScroG

Ausgehend von diesen Tatsachen und unserer Ausrüstung ergaben sich folgende Eckdaten:

–> 36 Steckies in 3,4 l Tekus (quadratische Töpfen) –> ca 1,2 qm Blühraum –> NDL 600 Watt –> 550 ccm/h LTI + passenden AKF

–> 4 x 30 Watt Leuchtstoffröhre (1,2m) –> ca 0,8 qm Stecki und Mutterkammer

Am besten überlegt ihr euch zuerst wie viele Hanfpflanzen ihr haben wollt. Dann könnt ihr anhand der Quadratischen Tekus (15x15cm Töpfe), die man meiner Meinung nach direkt aneinander stellen kann, leicht die Blühfläche errechnen. Anhand dieser Fläche wählt ihr dann die geeignete NDL und die dazu passende Belüftung. Welche Lampe zu welcher Fläche passt usw. entnehmt ihr bitte den ausführlichen Licht bzw. Belüftungstexten im Netz. Für uns ergab sich daraus folgendes Modell:

hanf indoor growbox-system-2-kammern

(Originalbild nicht mehr verfügbar, daher wurde hier ein vergleichbares Symbolbild genommen. Ein 2-Kammer-System als Growbox sieht grundsätzlich immer ungefähr so aus.)

Die Warme oben über den AKF angesaugte Luft wird unten durch den Wurzelbereich geführt. Dies ermöglicht eine gute und konstante Erdwärme die unter anderem das Wurzelwachstum fördert.Von dort aus strömt die Luft in die Steckikammer die somit gleichzeitig reguliert wird. Die Temperatur wird über 2 Thermostate und den 7 Stufen Trafo gesteuert. Eine sehr günstige und doch wirkungsvolle Methode beide Kammern mit nur einem Lüfter zu steuern und zu temperieren.

Die Gefahr der Bestäubung der Mütter oder Steckies besteht nicht, da ja ausschließlich mit weiblichen Pflanzen gearbeitet wird. Die in der Zeichnung dargestellte Cooltube ist optional und nur bei sehr geringer Deckenhöhe notwendig. Die Zuluft wurde mangels Geld passiv, also ohne Lüfter realisiert. Achtet dabei bitte darauf ein möglichst großes Loch zu wählen, um den durch den ansaugenden Lüfter entstehenden Unterdruck, so gering wie möglich zu halten. Natürlich sollte die Zuluft zweifach verwinkelt sein (in der Abbildung nicht dargestellt), um ein Eindringen von Licht in den Blühraum während der Dunkelphase zu verhindern. Ein Schwenkventilator im inneren der Blühkammer sorgt für ausreichend Durchmischung der Luft und lässt die Pflanzen stabil und kräftig werden.

Beispiel-Bilder eines 2-Kammer-Growbox-Systems aus dem Netz:

Als Material haben wir 19 mm OSB Platten verwendet. Zur Auswahl geeigneter Platten möchte ich an dieser Stelle noch auf das sehr gute Platten-Special verweisen, in dem alle möglichen Platten ausführlich beschrieben werden. In die Trennplatte wurden 13×13 cm Löcher gesägt in die man die konisch zulaufenden Tekus wunderbar und 99 % Luftdicht einlassen kann. Die ganze Box wurde in allen Ritzen Luftdicht verfugt und mit schwarz-weiss Folie ausgekleidet. Diese sollte allerdings gut angetackert werden da sie sich sonst durch den Unterdruck nach innen aufbläht. Soweit stand das System also im Groben, mit dem die ersten achtbaren Erfolge erzielt wurden.

Natürlich bieten sich hier noch einige Möglichkeiten zur Optimierung an. Die wir im Laufe der Zeit dank der sich etwas entspannenden finanziellen Lage (man mußte nicht mehr Weed kaufen, verkauft haben wir aber nie!) auch realisieren konnten.

Optimierung:

Als erstes schafften wir uns einen zweiten Lüfter für die Zuluft an. Da uns von verschiedenen Quellen berrichtet wurde das sich das wegfallen des Unterdrucks im inneren, positiv auf den Ertrag auswirkt. Was soll ich sagen: Sie hatten Recht! Als nächstes wurde eine künstliche Bewässerung gekauft, da das tägliche gleichmäßige giessen von 36 Pflänzchen doch recht nervig wurde. Man will ja auch mal ein Wochenende mit der Liebsten verbringen.

Die Bewässerung war ein normales Kapilar Tropfer System an einer Tauchpumpe. Da lässt sich wohl das Set der HB empfehlen. Das ganze wurde per Zeitschaltuhr gesteuert. Um die Luftfeuchtigkeit mit zu regulieren wurde auf die Trennplatte, zwischen die Tekutöpfe eine Schicht Seramis geschüttet die ebenfalls mit 2 Tropfern versorgt wurde und so kontinuierlich Feuchtigkeit an die Luft abgeben konnte. Spätestens im 2. Monat der Blühphase wurden diese Tropfer dann abgeklemmt um Schimmel zu verhindern. Die Mütter in den großen 11 L Tekus wurden wegen dem unterschiedlichen Nährstoffbedarf weiterhin per Hand gegossen, was aber kein Problem war, da diese durchaus mal 2-3 Tage nicht gegossen werden können. Den Tank haben wir in seiner Größe so gewählt das man alle zwei Wochen nachfüllen musste.

Das hatte zwei Vorteile: 1) man kann den Nährstoffgehalt während der Blühphase steigern und 2) der Ph Wert neigte in diesen zwei Wochen nicht so schnell zum umkippen.

Der perfekte Indoor-Grow startet!

Im folgenden möchte ich einen der schönsten Cannabis-Grows, ja es war Winter :-), darstellen. Zum Einsatz kamen das oben beschriebene System und Chronic. Gegrowt wurde wie immer auf Erde. Erde war immer das Medium meiner Wahl da ich erstens von dem Bio Gedanken überzeugt, und zweitens mir durch die Puffereigenschaften teure Geräte wie Ec und Ph Messer sparen konnte. Als Dünger wurde die B‘CuzZ Serie verwendet da auch hier die Nährstoffe organisch und nicht mineralisch also aus dem Bergbau sind.

So sehen die Hanfpflanzen zu Beginn des Grows in der Wachstumsphase aus
So sehen die Hanfpflanzen zu Beginn des Grows in der Wachstumsphase aus

Es wurden also 45 Chronic Hanfstecklinge geschnitten, und nach der Behandlung mit dem Wurzelhormon in einem Zimmergewächshaus unter dir LSR´s gestellt. Dort durften sie dann, in Steinwollblöcken, die nächsten 12 Tage bei 100% Luftfeuchtigkeit und gemütlichen 25 Grad Wurzeln schlagen. Die 36 besten konnten dann in winzigen 8×8 cm Tekus, auf nährstoffarmer Erde, weitere 14 Tage 16 h Licht pro Tag genießen. Gegossen wurde mit Wasser B´Cuzz A und etwas Wurzelstimulanz. Immer schön 2-3 cm von den LSR entfernt, wuchsen sie in dieser Zeit auf eine Größe von ca. 20-25 cm heran.

Nach 4 Wochen also wurde es nun Zeit für den Umzug. Da die kleinen Indicas einen Wachstumsschub von ungefähr 100 % hinlegen werden und nicht grösser als 60 cm werden sollten passte das genau. Also mal wieder Umtopfen. Diesmal in die 3,5 l Tekus auf Plagrons Royality Mix. Anbei empfehle ich an der Erde nicht zu sparen, zwar scheint ein Sack für 8 € recht teuer aber dafür bekommt man ein Ideales Gemisch an allen benötigten Nährstoffen inklusive Perlite und der Gewissheit sich keine Larven, Eier oder sonstige Schädlinge zu holen. So hatte ich z.B niemals Nährstoffprobleme sondern immer saftig grüne Pflanzen.

Bevor es in die Blühkammer ging gab es noch eine weitere Neem Öl Dusche. Der Wassertank wurde noch für die ersten zwei Wochen befüllt. Dieser fasste 35 Liter und wurde mit zwei Kannen Regenwasser und einer Kanne Leitungswasser befüllt. Dadurch bekam ich, bei unserem Wasser, immer einen idealen Ph Wert um 5,6. Der sich vielleicht auch Dank des Düngers immer sehr stabil hielt. Für die ersten 2 Wochen wurde kaum gedüngt, da der Plagron Mix fürs erste alles Notwendige beinhaltet und die kleinen den Umzug erstmal verkraften müssen. Also rein in die Box und genießt die 96000 Lumen 12 Stunden am Tag.

Ab jetzt wurde alle 14 Tage die Nährlösung leicht gesteigert, einmal mit Neem Öl geduscht und mit Trichoderma (ein Pilz der für ein gutes “Erdklima” sorgt und gegen allerlei Wurzelkrankheiten vorbeugt) gegossen. Durch die Erdwärme und Belüftung wucherten die Wurzel so enorm, dass sie bald die Tekus veliessen und da es dort unten dunkel war auch weiter wucherten. Also wurde schnell eine zweite Schicht Seramis auf den Boden der Box geschüttet und ebenfalls mit 2 Tropfern versorgt, so daß das ganze fast an NFT erinnerte. Nach 4 Wochen war der Wachstumsschub beendet und die für den Grower schönste Phase setzte ein. 36 Chronics, wie erwartet alle weiblich, gingen in Blüte. Die unteren Seitentriebe wurden entfernt und die Nährlösung nochmals für die Blüte optimiert. Jah sei Dank hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt schon abgewöhnt 10 mal täglich reinzuschauen, so daß die Mädels auch zu ihrem wohl verdienten Schönheitsschlaf kamen. Es gibt eigentlich kaum etwas schöneres als zu beobachten wie die kleinen täglich zulegen.

Hanf kurz vor der Ernte
Hanf kurz vor der Ernte

In den letzten 2 Wochen gab es dann erst 7 Tage Ripen ein Endblütedünger und die letzten 7 Tage nur noch Wasser zum Spülen. Vorsicht Ripen ist zwar sehr effektiv aber auch gefährlich. Etwas zu viel und eine ganze Ernte ist auf Grund von Budrot dahin. Das musste ich zuvor selbst äußerst schmerzhaft lernen. 2/3 der Härchen hatten sich braun gefärbt und selbst die Blätter glänzten voller Kristalle. Es war also Zeit fürs Erntedankfest. Nach einer Menge Schnibbelei und 4 weiteren Wochen des Trocknen und Fermentierens, stand die erste Rauchprobe an. Bitte – trocknet euer Gras in Ruhe und raucht es nicht zu früh – ihr werdet sehen es lohnt sich.

Weed nach der Ernte beim Trocknen

Der Geruch war beißend Süß der Geschmack köstlich und die Qualität brauchte keinen Vergleich mehr mit Hollands-Weed zu scheuen. Die einzelnen Buds wogen so ca. 17 g und somit war auch Quantitativ alles nach unseren Vorstellungen verlaufen. Wir waren nun also, drei Jahre später an unserem Ziel angelangt. Dieses Marihuana war wirklich vergleichbar mit dem aus einem Amsterdam Coffeeshop! Mit den Ernteresten haben wir dann auch noch feinstes Haschisch hergestellt und auch etwas Cannabisöl. Dieses ist keines Vergleiches würdig zum dem Haschisch, das man kaufen kann auf der Straße! Absoluter Hochgenuss wie in unseren kühnsten Träumen.

Hasch herstellen: Alle Methoden mit ausführlicher Anleitung

Mein Fazit

Mit Sicherheit habt ihr beim lesen des Artikels mitbekommen wieviel Freude mir das Growen von Cannabis bereitet hat und doch möchte ich hier auch auf die Kehrseite der Medaille eingehen.

Growen ist illegal – daß das verkehrt ist, darin sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Aber wir müssen mit den Konsequenzen leben. Das äußerte sich bei mir, in mit der Zeit zunehmender Panik, gebustet zu werden. Ein zufällig am Haus vorbeifahrendes Auto reichte bereits, um meinen Puls auf 180 zu bringen. Trotz aller Freude die das Growen bringt ist es, meiner Meinung nach sehr anstrengend, ständig mit dem Bewusstsein zu leben etwas verbotenes zu tun. Jeder sollte für sich selbst entscheiden ob er dazu bereit ist.

Banner hanfsamen kaufen der Sorte euforia im Shayana Drogen Online ShopCannabis macht süchtig – zumindest psychisch. Wenn man über einen längeren Zeitraum immer ausreichend Marihuana herumliegen hat, kann das schnell zu unkontrolliertem Konsum führen. Ich habe nach drei jähriger Dauerdichtheit mein Leben irgendwie an mir vorbei ziehen sehen. War antriebslos und hing fast nur zu Hause rum. Das führte dazu das sich meine sozialen Kontakte, fast ausschließlich, nur noch auf Kifferkreise beschränkten, was natürlich auch nicht gerade hilfreich war. Fast symptomatisch war mein Werdegang vom Basic über das Advanced ins Sucht Forum. Was man dort so liest ist teilweise sehr erschreckend und ich bin froh behaupten zu können, die für mich richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem mir nicht mal mehr das Rauchen Freude bereiten konnte. Also hörte ich über Nacht völlig und ganz damit auf, und legte meine Existenz als Smoker und Grower nieder. Das war Anfangs natürlich recht frustrierend. Doch mit und mit fand ich meine Lebenslust wieder. (Anmerkung: Mit Iboga Drogensucht heilen ist tatsächlich möglich, auch eine Cannabisabhängigkeit).

Jetzt, ein gutes Jahr später fühle ich mich wieder absolut glücklich, widme meine Zeit dem Studium und meine Liebe meiner Freundin, die sie wirklich verdient hat. Allen die sich über diese Risiken bewußt sind und einen Weg gefunden haben mit diesen Problemen umzugehen wünsche ich weiterhin viel Spaß mit diesem wunderbaren Hobby.

Peace – Ich bin raus.

PS: Der Artikel wurde von der leider gelöschten Hanfburg inspiriert, Verweise im Text darauf sind leider nicht mehr verfügbar. Bitte versteht ihn keineswegs als Anleitung zum illegalen Tun! Statt Drogen zu kaufen kann man zwar mittels Indoorgrowing tatsächlich eigenes Holland-Weed züchten, aber es ist sehr illegal und nur mit Ausnahmegenehmigung rechtlich zulässig.

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