Denver (US-Stadt) entkriminalisiert Zauberpilze!

Der US-Bundesstaat Colorado war ja bereits ein großer Vorreiter auf dem Weg zur Legalisierung von Cannabis. Besonders dessen Hauptstadt Denver tat sich hier hervor. Nun positioniert sich Denver ähnlich positiv und nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem es halluzinogene Pilze entkriminalisiert!

Bei einer denkbar knappen Abstimmung haben die Einwohner mit 50,56 Prozent (89.320 Stimmen) dafür und mit 49,44 Prozent (87.341 Stimmen) dagegen gestimmt, dass der Besitz psychogener Pilze nicht mehr bestraft wird. Eine vollkommene Legalisierung kann es aber noch nicht geben, da Psilocybin wie Amphetamin und andere klassische Drogen in der nationalen Rechtsprechung als “Droge Klasse 1” gelten, worauf sehr drakonische Strafen stehen. Der Handel und der Konsum in der Öffentlichkeit sind daher theoretisch weiterhin strafbar. Aber die Stadt darf keine Ressourcen mehr für die Verfolgung von Psilocybin-Besitz aufwenden, wird ein Aktivist zitiert.

In jedem Fall ein bahnbrechender Fortschritt, den wir einer neu entflammten Debatte in den USA zu verdanken haben, sie sich vor allem mit dem Heilungspotential von solchen Drogen beschäftigt. Immer wieder haben jüngst Studien gezeigt, dass beispielsweise Psilocybin extrem erfolgreich schwere Depressionen behandeln kann. Drogenforscher wie Dr. David Nutt verordnen psychedelische Pilze gar auf den letzten Rängen eines Drogenschädlichkeitsrankings:

drogen statistik gefährlichkeit

Die unter Konsumenten auch “Zauberpilze” bzw. “Magic Mushrooms” genannten Naturdrogen erfreuen sich seit den späten 1960er Jahren großer Beliebtheit. Sie können gewissermaßen als das LSD von Mutter Natur gelten. Die allermeisten Menschen machen damit nur positive Erfahrungen. Das einseitige Herausstellen von negativen Erlebnissen und das extreme Überhöhen unangenehmer Nebenwirkungen durch die Medien hat dazu geführt, dass man im deutschen Kulturraum auf eine solche Legalisierungsdebatte noch eine Weile wird warten müssen. Aber die USA machen es vor und werden durch ihre Erfahrungen zeigen, dass daraus wesentlich mehr Nutzen als Schaden entstanden ist. Dann wird der europäische Nachbar hoffentlich irgendwann nachziehen.

(Quelle)

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1 Kommentar


  1. // Antworten

    es ist ja schon ein starkes Stück, Pflanzen (Hanf, Pilze, Ephedra …) , Tiere ( wohl am ehesten der Wolf, gefolgt von Pflanzen( invasive Arten ) und Menschen ( Flüchtlinge, Asylsuchende usw.) als illegal abzustempeln. Wer erteilt das Recht darauf ? Die Illegalisierung ist ein Herrschaftsinstrument, und als dieses sollte es auch erkannt und entsprechend angesehen werden. Wir entfremden uns immer mehr von der Natur und funktionieren einfach nur noch. Oder eben auch nicht (mehr) (richtig) … traurig !

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